„Pianistin Aida Sikira hat eine schier unendlich scheinende Bandbreite an musikalischen Interpretationsmöglichkeiten.
Gleich, ob sie die Rezitationen mit Musik von Mozart, Schubert, Schumann, Liszt, Bach und Beethoven unterlegte oder solistisch agierte: Sie hatte die einzelnen Werke derart gut ausgewählt, dass diese die Texte stets kommentierten, persiflierten, ironisierten oder den jeweils berichteten Gefühlslagen musikalischen Raum gaben - eine Meisterleistung.“
Zum Schluss dann brachte Sikira ihre eigene Klavierbearbeitung von Gustav Mahlers „Adagietto“. Alles drin, was da sein muss und doch etwas wundervoll Eigenes.
Carsten Jelinski
„Sikira verstand es vorzüglich, den immensen emotionalen Druck in Chopins Kompositionen hörbar zu machen und das Publikum in den Strudel seines Empfindungsstroms zu ziehen.
Beispielhaft differenzierte sie den Anschlag zwischen härtester Punktierung und grossartigem Legato und gestaltete auch die schärfsten Tempo- und Stimmungskontraste zwischen Lento und Presto nicht samtpfötig beschwichtigend, sondern mit unverhohlener Leidenschaft.“
So brachte sie das ganze Seelenpotenzial dieser Musik unverblümt zum Ausdruck, ohne das Belcantogesicht der Mazurken, Walzer und Nocturnes zu verschleiern.
Rolf-Dieter Dehl
„Die bekannte „Revolutionsetüde“ von Chopin gestaltet sie derart machtvoll, ergreifend und überbordend romantisch, dass manch Hörer an Vladimir Horovitz legendäre Interpretation erinnert wurde.“
Carsten Jelinski